Benji von Ah (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Derzeit ist Benji von Ah an der Reihe. Heute Teil 6.
Bei der grössen Hitze galt es den Bart zu kühlen. Benji von Ah am Innschweizerischen Teilverbandsfest in Cham. (Foto: Werner Schaerer).

Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar schaut www.schlussgang.ch auf die vergangenen Monate der 15 erfolgreichsten Schwinger der Saison 2014 zurück. In sechs Teilen werden Rückblicke auf Festeinsätze, Siege, Ereignisse neben dem Schwingplatz und zum Abschluss ein aktuelles Interview aufgeschaltet. Vom 8. bis 13. Dezember ist Benji von Ah an der Reihe.

Benji von Ah, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2014?
Benji von Ah: Bis auf die Muskelverletzung, die ich am ersten Kranzfest, am Zuger Kantonalen zuzog ein sehr positives. Ich gelangte auf der Schwägalp in den Schlussgang und konnte am Innerschweizerischen, auf dem Brünig und am Ob- und Nidwaldner Spitzenresultate herausschwingen.

Wie sehr hat sich die Verletzung ausgewirkt?
von Ah: Dadurch verpasste ich das Urner Kantonalfest sowie das erste Bergfest auf dem Stoos. Ich konnte also an zwei Kranzfestanlässen weniger teilnehmen als geplant. 

Haben Sie die zu Saisonbeginn gesteckten Ziele erreicht?
von Ah: An allen sechs Kranzfestanlässen, an denen ich antrat erkämpfte ich mir den Kranz. Zudem zeigte ich am Kilchberger eine solide Leistung. Das einzige was in diesem Jahr fehlte, war ein Kranzfestsieg.

Welcher Anlass bleibt Ihnen in spezieller Erinnerung?
von Ah: Mit Bestimmtheit der Saisonhöhepunkt, der Kilchberger Schwinget. Nachdem ich 2008 verletzungsbedingt passen musste, war dies meine erste Teilnahme in Zürich.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den Saisonhöhepunkt, den Kilchberger Schwinget, zurück?
von Ah: Mit dem Rang 7c ist man am Ende einer unter vielen, doch mein Notenblatt darf sich sicherlich zeigen lassen. Ich stand sechs Berner Eidgenossen gegenüber und da mir ein guter Start gelang meistens denen, die ebenfalls vorne platziert waren. Der fünfte Gang mit Matthias Siegenthaler kostete mir sehr viel Energie, darum lief im sechsten Gang mit Christian Stucki nicht mehr allzuviel.

Wie beurteilen Sie die Situation in Ihrem Teilverband?
von Ah: Mit Teddy Waser haben wir einen guten Nachfolger für Geni Hasler gefunden. Im Innerschweizer Team stimmts. In den nächsten Jahren muss und wird von den Jungen eine Wachablösung kommen.

Was war für Sie die grösste Überraschung der Saison 2014?
von Ah: Sicherlich Pirmin Reichmuth mit seinem Auftritt am Innnerschweizerischen Teilverbandsfest in Cham, wo er in den Schlussgang vordrang. Schade, verletzte er sich kurz darauf auf der Rigi.

Was macht Benji von Ah in der schwingfreien Zeit in den Wintermonaten?
von Ah: Ich gönnte mir ein paar freie Tage, doch schon bald habe ich für mich wieder mit Trainingseinheiten begonnen. Kraft- und Konditionsübungen standen im Vordergrund. Seit dem November haben wir auch im Schwingkeller das Training wieder aufgenommen, Schulschwingen steht dabei im Vordergrund.

Was haben Sie sich für die Saison 2015 für Ziele gesteckt?
von Ah: Über die Saison 2015 habe ich mir noch wenig Gedanken gemacht. Natürlich versuche ich an die diesjährige Saison anknüpfen. Wichtig für mich ist, dass ich Gesund bleibe und ich meine Schwünge wieder so weiterziehen kann, wie sich es seit meinen Verletzungen stetig verbessert hat.  

An welchen Anlässen wird man Benji von Ah 2015 sehen?
von Ah: Das Ob- und Nidwaldner sowie das Urner Kantonalfest stehen bei mir fix auf dem Programm. An welchen Berg- und ob ich für ein auswärtiges Teilverbandsfest nominiert werde ist noch nicht bekannt. Ich war noch nie am Nordostschweizerischen und am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest. Diese beiden Anlässe würden mich reizen.   

Was ist für Sie in einem Nicht-Eidgenössischen Jahr der Höhepunkt?
von Ah: Für mich ist der Brünig-Schwinget jedes Jahr ein Höhepunkt. Auch die Teilverbandsfeste stehen ganz oben, das Innerschweizerische in Seedorf und falls mich die Technische Kommission für ein ausärtiges Teilverbandsfest selektioniert, würde mich das natürlich freuen. Der NOS- und der NWS Kranzgewinn sind noch ein Ziel von mir. 

Die Schwingerwoche mit Benji von Ah ist abgeschlossen. Am Montag, 15. Dezember, geht die Schwingerwoche mit einem neuen Schwinger weiter.

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