Bruno Gisler (Teil 3): SG-Bericht ISAF Emmen

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2013 bis Februar 2014 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit ist Bruno Gisler an der Reihe. Heute: Teil 3.
Strahlender Sieger am Innerschweizerischen 2013 in Emmen: Bruno Gisler.

Bruno Gisler ist aktuell das Thema der Schwingerwoche. Heute blicken wir auf den Bericht vom Innerschweizerischen Schwingfest 2013 in der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG zurück. Dieses Fest gewann Gisler, dank dem Sieg im Schlussgang gegen Martin Koch.

Bruno Gisler feierte seinen grössten Erfolg
Das Innerschweizerische Schwingfest in Emmen erwies sich in mancherlei Hinsicht als Eidgenössisches im Kleinformat. Neben dem festfreudigen Publikum trugen nicht zuletzt die Schwinger mit ihrer offensiven Schwingweise zu einer tollen Atmosphäre bei.

Während an den letzten sechs Austragungen die Gäste nicht bis zum Schluss um den Tagessieg mitreden konnten, sah das Zwischenklassement diesbezüglich bei Halbzeit anders aus. Die Frage, ob die Innerschweizer das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden können, war auch nach dem nächsten Durchgang noch nicht beantwortet. Zum Leidwesen der Innerschweizer manövrierten sich die Gäste in eine günstige Ausgangslage, was das Zwischenklassement zum Ausruck brachte: Christian Stucki lag in Front und auch Kilian Wenger sowie Bruno Gisler bereiteten den Gastgebern Kopfschmerzen.

Überraschender fünfter Gang
Bei dieser Konstellation tippten wohl nur noch die unverbesserlichsten Optimisten auf einen Innerschweizer Erfolg. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da Christian Stucki die Verteidigung von Philipp Schuler, der taktisch äusserst klug agierte, auch im dritten Duell nicht durchbrechen konnte, verpasste er die in Reichweite gelegene Schlussgangteilnahme. Für diesen vermochte sich als Erster Bruno Gisler zu qualifizieren. Als sein Widersacher kristallisierte sich Martin Koch heraus, der damit die Kastanien für die Einheimischen aus dem Feuer holte.

Kompromisslose Schwingweise
Der 30-jährige Bruno Gisler kam nicht unverdient zu seinem grössten Erfolg seiner Laufbahn. Wie er seine Gegner unablässig bearbeitete, verdient Anerkennung. Bereits nach 15 Sekunden konnte er den Übersprung von Martin Grab zu seinen Gunsten auswerten. In einem offenen Schlagabtausch trennte er sich mit Andreas Ulrich resultatlos, wofür es für beide Szenenapplaus gab. Mit einem bilderbuchmässigen Überwurf bezwang er den zähen Erich Fankhauser und mit einem weiteren Sieg gegen Ruedi Stadelmann war er endgültig wieder vorne dabei. In einem Duell, das auf- und abwogen, behielt er gegen Andi Imhof mit einem wuchtigen Gammen das bessere Ende.

Im Schlussgang ging der 15-fache Kranzfestsieger vorsichtig ans Werk und kam nach 3:18 Minuten mit Hüfter zum Resultat. «Ich musste höllisch auf den Kurz von Martin Koch aufpassen und wollte ihm nicht ins offene Messer laufen», erklärte er.

Die Schwingerwoche mit Bruno Gisler wird am Donnerstag, 29. November, mit Teil 4 fortgesetzt.

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