Christian Stucki (Teil 3): Interview Schwinger der Woche

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Christian Stucki. Heute: Teil 3.

Ende Juli wurde Christian Stucki vom SCHLUSSGANG nach seinem Triumph am Brünig-Schwinget zum Schwinger des Woche gewählt. Wir blicken zurück auf das Interview, welches Anfang August geführt wurde.

Christian Stucki, zweiter Brünig-Sieg Ihrer Laufbahn. Wie fühlen Sie sich?
Christian Stucki: Sehr gut (lacht). Nach dem etwas unglücklichen zweiten Wettkampfteil auf dem Weissenstein mit zwei Gestellten, habe ich heute voll durchziehen können. So macht es natürlich grossen Spass. Es hat alles zusammengepasst.

Auch Ihr gefürchteter Kurz kommt wieder öfter ...
Stucki: ... Ich habe micht mental gut auf die Gegner einstellen können. Wenn man mit einem guten Gefühl in die Duelle geht, kommen auch die Züge wie mein Kurz wieder besser zur Geltung. Ich habe mich in den letzten Wochen eigentlich schwingerisch gut gefühlt, an den Wettkämpfen aber nicht immer umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe.

Das Brünig-Notenblatt ist mit einem eines Schwingerkönigs an einem Eidgenössischen zu vergleichen ...
Stucki: Heute ist es mir sicherlich gut gelaufen, wie auch der ganzen Berner Mannschaft. Um gegen Gegner wie Martin Grab oder Adi Laimbacher siegen zu können, benötigt es auch das gewisse Wettkampfglück. Darum kann ich nicht sagen, wer heute mein stärkster Gegner war. Ziel ist auch bei mir in jedem Gang zu siegen, sonst muss man ja gar nicht antreten.

Wie gingen Sie taktisch in den Schlussgang?
Stucki: Zwar hätte ein Gestellter gereicht, doch dies hätte irgendwie nicht zum heutigen Notenblatt gepasst. Ich glaube, wir haben den Zuschauern im Schlussgang etwas geboten. Ich bin froh, dass ich mich durchsetzen konnte. Das hat meiner heutigen Leistung die Krone aufgesetzt.

Es war der letzte Anlass in der alten Arena. Freuen Sie sich auf 2013?
Stucki: Ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht mit dem neuen Projekt auseinandergesetzt. In erster Linie freue ich mich wieder auf den Brünig-Schwinget, denn dieser Anlass ist für uns Schwinger immer sehr speziell. Wegen den Umbauarbeiten lasse ich mich überraschen.

Sie werden auch nächstes Jahr für das ESAF 2013 in Burgdorf zu engsten Favoriten gehören. Spüren Sie den Druck schon?
Stucki: Nein, ich setze mir keinen Druck auf. Wieso auch? Ich weiss, dass ich zu den Favoriten gehöre. In diesem Favoritenkreis sind aber noch zahlreiche weitere Namen. Zudem muss am ESAF alles zusammenpassen und das während zweier Tage.

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