Christian Stucki (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Der Start der Serieist Christian Stucki gewidmet. Heute zum Abschluss Teil 6.
Christian Stucki im Interview zum Abschluss seiner Schwingerwoche. (Foto: Rolf Eicher)

Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar schaut www.schlussgang.ch auf die vergangenen Monate der 15 erfolgreichsten Schwinger der Saison 2014 zurück. In sechs Teilen werden Rückblicke auf Festeinsätze, Siege, Ereignisse neben dem Schwingplatz und zum Abschluss ein aktuelles Interview aufgeschaltet. Vom 3. bis 8. November ist Christian Stucki an der Reihe.

Interview zum Abschluss der Schwingerwoche mit Christian Stucki

Christian Stucki, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2014?
Christian Stucki: Ich habe an neun Kranzfestanlässen teilgenommen und konnte mir neunmal den Kranz aufsetzen lassen. Viermal qualifizierte ich mich für den Schlussgang, wovon ich zweimal das Festgelände als Sieger verliess. Ich darf zufrieden sein mit meinen gezeigten Leistungen.

Haben Sie die zu Saisonbeginn gesteckten Ziele erreicht?
Stucki: Ich habe über die gesamte Saison gute Rangierungen erzielt. Nebst den Siegen am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest sowie auf dem Stoos belegte ich zweimal den Ehrenplatz und einmal Rang drei. Einzig den Saisonabschluss am Kilchberger Schwinget hatte ich mir anders vorgestellt.

Welcher Anlass bleibt Ihnen in speziell guter Erinnerung und warum?
Stucki: Sicherlich mein Gästesieg am Nordwestschweizerischen Schwingfest in Zuchwil. Nachdem ich im Anschwingen eine unglücklich Niederlage gegen Bruno Gisler akzeptieren musste, gelang es mir Ruhe zu bewahren. Dies zahlte sich am Abend aus, gemeinsam mit Matthias Glarner gelang uns ein Berner Doppelsieg.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den Saisonhöhepunkt, den Kilchberger Schwinget, zurück?
Stucki: Mein Ziel lautete, den Sieg aus dem Jahre 2008 zu verteidigen. Ich bereitete mich gut auf den Anlass vor, doch am Tag-X wollte es einfach nicht. Im Anschwingen gegen Daniel Bösch ging ich zu wenig Risiko ein. Nach dem zweiten Gestellten, im dritten Gang gegen Reto Nötzli, war der Zug für mich frühzeitig abgefahren. Darum ist mein Fazit nicht sonderlich positiv, doch dies ist Vergangenheit – mein Blick richtet sich nach vorne.

Wie beurteilen Sie die Situation in Ihrem Teilverband?
Stucki: Die Ausgangslage hat sich 2014 nicht verändert, wir sind weiterhin der stärkste Teilverband. Mit den beiden Schwingerkönigen Matthias Sempach und Kilian Wenger und einem weiteren starken Feld von Spitzenschwingern wird es immer schwieriger ein Gauverbandsfest oder das Berner Kantonalfest zu gewinnen. Auf eidgenössischer Ebene ist es natürlich ein Vorteil, wenn mit einem breiten Feld vom Spitzenschwingern gegen die anderen Verbände antreten kann.  

Was war für Sie die grösste positive Überraschung der Saison 2014?
Stucki: Einige junge Athleten drängen nach vorne, dies nicht nur im Berner Lager. Wer mich am ganz besonders überrascht hat war der Thurgauer Stefan Burkhalter, der mit 40 Jahren noch immer an der nationalen Spitze mitmischt.

Was macht Christian Stucki in der schwingfreien Zeit über den Winter?
Stucki: Erst habe ich mir ein wenig Ferien gegönnt und mich erholt. Mittlerweile hat das Aufbautraining für die Saison 2015 wieder begonnen. Diese Woche haben wir im Klub wieder mit dem Schwingtraining begonnen.

Was haben Sie Sich für die Saison 2015 für Ziele gesetzt?
Stucki: Mit der kommenden Saison habe ich mich noch nicht gross befasst. Es wird ein Zwischenjahr in dem es gilt weitere Erfahrungen zu sammeln.

An welchen Anlässen wird man Christian Stucki 2015 sehen?
Stucki: Meine Agenda werde ich zum Ende des Jahres bekannt geben. Da wir Berner vermutlich auf der Schwägalp startberechtigt sind, wäre ein Teilnahme am Fusse des Säntis sicherlich ein Hauptziel von mir.

Was ist für Sie im Nicht-Eidgenössischen Jahr 2015 der Saisonhöhepunkt?
Stucki: Der Schwägalp-Schwinget und das Berner Kantonalfest in Seedorf. Wenn ich von der Technischen Kommission des BKSV noch für ein weiteres Teilverbandsfest berücksichtigt werde, wäre dies umso schöner.

Die Schwingerwoche mit Christian Stucki, wird am Samstag, 8. November, mit Teil 6, mit dem Interview abgeschlossen. Mehr zu Christian Stucki in seinem Porträt auf schlussgang.ch.

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