Christoph Bieri (Teil 4): Interview

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder von November 2015 bis Februar 2016. Derzeit ist Christoph Bieri an der Reihe. Heute folgt zum Abschluss Teil 4.
Christoph Bieri (oben, gegen Bruno Gisler) gewann 2015 zwei Kranzfeste und total acht Kränze. (Foto: Rolf Eicher)

In der Schwingerwoche wird von November 2015 bis Februar 2016 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Christian Stucki, dem Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung 2015. In der Woche vom 15. bis 20. Februar ist die Serie Christoph Bieri gewidmet.

Christoph Bieri, wie bilanzieren Sie die Saison 2015?
Christoph Bieri: In Anbetracht meiner Rückenbeschwerden während der ganzen Saison bin ich zufrieden. Mit dem Stoos-Kranz konnte ich miene Verbands- und Bergkranzsammlung komplettierien und damit ein wichtiges Saisonziel erreichen. Auch die beiden Kranzfestsiege freuten mich sehr. Geschmerzt haben hingegen die beiden knapp verpassten Bergkränze Weissenstein und Brünig.

Seit 2006 haben Sie jedes Jahr mindestens ein Kranzfest gewonnen. Wie wichtig ist Ihnen diese Serie?
Bieri: Im Verlaufe der Jahre die Serie zum Ziel geworden. Seit meinem ersten Kranzfestsieg 2006 am Solothurner Kantonalfest gelang es mir jährlich mindestens ein Kranzfest zu gewinnen, im Jahr 2015 also zum 10. Mal in Folge. Ein richtig schönes Gefühl! Auf diese Serie bin ich mächtig stolz, bin mir aber gleichzeitig auch bewusst, dass es hierfür auch das nötige Wettkampfglück sowie das Fernbleiben der Verletzungshexe benötigt.

Wie läuft das Wintertraining? Sind Sie auch in Magglingen?
Bieri: Das Wintertraining ist gut verlaufen, jedoch musste ich Rücksicht auf meinen Rücken nehmen. Dabei stellt das Schwingtraining mit den Spitzenbelastungen die grösste Herausforderung dar. Im Athletikbereich konnte ich gut arbeiten. Hier lässt die Trainingsvielfalt Raum um körperschonender zu trainieren. Genau, in Magglingen absolvierte ich den Januar-WK. Geplant sind noch zwei weitere Wochen Ende März.

Auf ihrer Agenda stehen "nur" zwei Bergfeste, wieso?
Bieri: Das ist bewusst so geplant. Eine Einsatzmöglichkeit wäre noch die Schwägalp gewesen, doch zwei Wochen vor dem Eidgenössischen Schwingfest möchte ich nicht mehr allzuviel riskieren, obwohl die Schwägalp jeweils ein sehr schönes Schwingfest ist. Vor dem ESAF habe ich dies bei den vergangenen Austragungen stets so gehandhabt.

Bisher fehlte Ihnen das Wettkampfglück an eidgenössischen Anlässen. Ändern Sie in der Vorbereitung etwas?
Bieri: Verändern werde ich nicht wirklich etwas. Jedoch ist es effektiv so, dass ich noch nie zwei top Tage an einem ESAF einzog – leider. Es war jeweils eine Mischung aus guten und weniger guten Einzelgängen. Das Ziel bleibt in erster Linie den Wettkampf gesund starten zu können und gesund den vierten Eidgenossen zu realisieren. Dazu muss bereits vieles zusammenpassen, um an der Spitze mitzuschwingen noch mehr und um König zu werden einfach alles. Ich wünsche mir am Samstagmorgen gesund und mit einem guten Gefühl die Wettkampfarena betreten zu dürfen.

Gibt es neben dem ESAF noch weitere Saisonziele 2016?
Bieri: Im Mittelpunkt steht klar das Eidgenössische Schwingfest. Ein weiterer Kranzfestsieg wäre natürlich toll. Wichtig ist mir auch, dass ich gesund bleibe, obwohl ich das nicht immer selber beeinflussen kann.

Die Schwingerwoche mit Christoph Bieri ist abgeschlossen. Mehr zu Christoph Bieri gibt es auch in seinem Porträt unter www.schlussgang.ch. Am Sonntag, 21. Februar, gibt der SCHLUSSGANG auf seiner Facebook-Seite bekannt, wer in der kommenden Woche Thema der Schwingerwoche sein wird.

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