Daniel Bösch (Teil 4): Interview

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder von November 2019 bis Ende Februar 2020. In dieser Woche im Fokus: der St Galler Eidgenosse Daniel Bösch. Heute folgt mit dem Interview zum Abschluss Teil 4.
Daniel Bösch (links) nach gewonnenem Schlussgang in Widnau über Klubkamerad Damian Ott. Es war dies Böschs achter Sieg am St. Galler Ehrentag - was Rekord bedeutet. (Bild: Lorenz Reifler)

In der Schwingerwoche werden von November 2019 bis Ende Februar 2020 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Vom 18. bis 23. November ist die Serie dem St. Galler Eidgenossen Daniel Bösch gewidmet.

Daniel Bösch, mit welchen Gedanken schauen sie auf die Saison 2019 zurück?

Daniel Bösch: Mit durchwegs Positiven. Mir gelangen drei Kranzfestsiege (St. Galler und Schaffhauser Kantonales sowie beim Bergfest auf der Schwägalp im Rang 1b). Ich fühlte mich fit und konnte gut mit den jungen Athleten mithalten.

Im Sommer fielen sie kurzfristig aus.
Bösch: Ja, leider machte mir mitten währen der Saison der Ellbogen (Schleimbeutel) einen Strich durch die Rechnung. So verpasste ich etwa das NOS-Teilverbandsfest in Hallau sowie den Rigi-Schwinget.

Welches Fest bleibt ihnen in spezieller Erinnerung?
Bösch: Sicherlich das eigene Kantonale in Widnau. Ich habe es so gesteuert, dass ich beim Heimfest den 100. Kranz meiner Laufbahn realisieren kann. Dass gleichzeitig noch der Festsieg herausschaute und ich gegen Klubkamerad Damian Otto im Schlussgang stand, kann man jedoch nicht programmieren. An diesem Datum ist alles aufgegangen. Das war schon sehr speziell.

Auf der Schwägalp liefern sie seit Jahren Spitzenplatzierungen ab.
Bösch: Eigentlich zeigte ich schon immer gute Wettkämpfe am Fusse des Säntis, doch hatte ich früher vereinzelte Gänge drinnen, die mir unnötige Punkte kosteten. Auf das heimische Bergfest freue ich mich bereits unter der Woche beim Aufstellen. Mann kennt sehr viele Leute, das ist jedes Jahr ein Highlight für mich.

Mit welchen Zielen reissten sie ans Eidgenössische nach Zug?
Bösch: Grundziel war der Kranzgewinn. Nach oben lies ich es offen und schaute von Gang zu Gang.

Im Rang sechs waren sie drittbester Nordostschweizer (punktgleich mit Roger Rychen).
Bösch: Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Ich gewann mein drittes ESAF-Eichenlaub und erlangte meine beste Platzierung an einem Eidgenössischen. Mit Stute „Allegra“ blieb mir gar ein Lebendpreis.

Gab es anschliessend Ferien?
Bösch: Als erstes bestritt ich noch den Herbstschwinget auf der Wolzenalp. Kurzurlaub mit meiner Frau gab es schon, doch richtig in die Ferien ging es nicht. Grund war, dass ich noch viel zu tun hatte, dies hat auch mit meiner geschäftlichen Situation zu tun.

Was steht an?
Bösch: Im März 2020 wage ich den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffne in Oberbüren eine Metzgerei. Im Moment ist man mit Einrichten und Organisieren beschäftigt.

Aber man sieht sie weiterhin im Sägemehl?
Bösch: Ja ich schwinge auch nächste Saison. Dabei wird man sehen, wie sich das eigene Geschäft und der Schwingsport miteinander verbinden lassen. Darum nehme ich Saison um Saison.

Haben sie sich die Agenda für die Saison 2020 schon festgelegt?
Bösch: Nein. Dazu fehlt mir im Moment die Zeit. Das mache ich dann, wenn der erste Schnee liegt (schmunzelt). Nebst dem eigen Kantonalen in Kaltbrunn und dem NOS-Schwingfest im eigenen Kanton (in Mels) freue ich mich sicherlich auch auf das Jubiläumsfest des Eidgenössischen Schwingerverbandes „125 Jahre ESV“ in Appenzell. Ob ich über den Winter noch an Hallenwettkämpfen teilnehme, entschiede ich spontan. 

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Jakob Heer

Redaktion

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