Daniel Bösch (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Derzeit ist Daniel Bösch an der Reihe. Heute Teil 6.
Daniel Bösch gewann in diesem Jahr fünf Kranzfest, darunter auch das Glarner-Bündner (Bild) in Linthal. (Foto: Jakob Heer).

Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar schaut www.schlussgang.ch auf die vergangenen Monate der 15 erfolgreichsten Schwinger der Saison 2014 zurück. In sechs Teilen werden Rückblicke auf Festeinsätze, Siege, Ereignisse neben dem Schwingplatz und zum Abschluss ein aktuelles Interview aufgeschaltet. Vom 15. bis 20. Dezember ist Daniel Bösch an der Reihe.
 

Daniel Bösch, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2014?
Daniel Bösch: Die Freude über das Jahr 2014 ist gross. Ich konnte fünf Kranzfestanlässe gewinnen, etwas was mir zuvor noch nie gelang. Und dies nach einer fast einjährigen Verletzungspause.

Haben Sie die zu Saisonbeginn gesteckten Ziele erreicht?
Bösch: Mein Ziel war es ein Kranzfest zu gewinnen. Somit habe ich meine Erwartungen mit fünf Siegen mehr als erreicht.

Welcher Anlass bleibt Ihnen in speziell guter Erinnerung und warum?
Bösch: Da gab es mehrere: Meine Rückkehr nach meiner Knieverletzung im April am Rapperswiler Verbandsschwingfest in Amden, wo ich gleich gewinnen konnte. Der erste Erfolg an einem Kranzfest, am Zürcher, in Wila, war etwas spezielles. Auch den erstmaligen Sieg am Nordostschweizerischen in Wigoltingen, mein erster Sieg am Schaffhauser Ehrentag oder der vierte Sieg in Serie am St. Galler in Gossau weiss ich zu schätzen. Auch der Weissenstein-Schwinget bleibt mir in spezieller Erinnerung, jedoch in anderer Hinsicht.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den Saisonhöhepunkt, den Kilchberger Schwinget, zurück?
Bösch: Ich stand sechs Eidgenossen gegenüber, konnte vier Gänge gewinnen und wurde am Schluss Dritter. Aufgrund der Prognosen, die gemacht wurden, wo dem NOS-Verband keine Chancen eingeräumt wurden, darf ich auf meine gezeigte Leistung stolz sein. Mein Ziel ein Lebendpreis zu gewinnen habe ich erreicht.

Wie beurteilen Sie die Situation in Ihrem Teilverband?
Bösch: Wir sind nicht mehr so stark wie wir es einmal waren, aber wir werden zurückkommen. Den Jungen muss man noch Zeit gewähren, dann werden sie ihren Weg machen. Wo es in der Nordostschweiz etwas hinkt ist in der Breite an guten Mittelschwingern.

Was war für Sie die grösste Überraschung in der Saison 2014?
Bösch: Es ist schön für unseren Sport, dass Namen wie Curdin und Armon Orlik, Samuel Giger oder Joel Wicki nach vorne drängen.

Was machte Daniel Bösch in der schwingfreien Zeit über den Winter?
Bösch: Nach dem Kilchberger Schwinget stand noch das Toggenburger Verbandsfest in Zuckenriet auf dem Programm. Nachher arbeitete ich, bis ich mir im Oktober Ferien gönnte. Mittlerweile bereite ich mich im Schwingklub auf die neue Saison vor.

Die beginnt für Sie früh, schon am 2. Januar?
Bösch: Richtig, ich werde am 2. Januar am Berchtold-Schwinget in Zürich teilnehmen. Dort werde ich einen ersten Anhaltspunkt über den Stand meines Körpers bekommen.

Was haben Sie Sich für die Saison 2015 für Ziele gesetzt?
Bösch: Natürlich will ich die diesjährigen gelungenen Saisonergebnisse möglichst bestätigen. Ein Ziel von uns Nordostschweizern ist es, 2014 auf der Schwägalp den Sieg in unsere Reihen zurück zu holen. Dies wird jedoch gegen die Berner Mannschaft kein einfaches Unterfangen. Ich versuche an jedem Anlass an dem ich an den Start gehen werde mein Bestes zu geben.

An welchen Anlässen wird man Daniel Bösch 2015 sehen (Berg-/Teilverbandsfeste)?
Bösch: Da die Nordostschweizer gemäss Verteilschlüssel nur an drei Bergfesten an den Start gehen können (Schwägalp, Rigi, Stoos) sind meine drei Startplätze gegeben. Welches Teilverbandsfest ich bestreite wird innerhalb unseres Verbandes noch besprochen. Das Nordwestschweizerische steht im Vordergrund. Dort war ich wie auch am Südwestschweizerischen erst einmal dabei. Die Rigi und das Südwestschweizerische finden jedoch am gleichen Tag statt.

Was ist für Sie in einem Nicht-Eidgenössischen Jahr der Saisonhöhepunkt?
Bösch: Für mich hat jedes Fest etwas spezielles an sich. Am St. Galler Kantonalen 2015 in Walenstadt könnte ich einen geschichtsträchtigen Erfolg verbuchen. Es hat schon Athleten gegeben, die den Anlass fünfmal gewinnen konnten, jedoch noch nie fünfmal in Serie. Dies zu erlangen reizt mich. Ferner ist das Bergkranzfest auf der Schwägalp ist für mich jedes Jahr ein Höhepunkt.

Die Schwingerwoche mit Daniel Bösch ist abgeschlossen. Die Serie macht nun über Weihnachten und Neujahr total zwei Wochen Pause. Am Montag, 5. Januar 2015, geht die Schwingerwoche mit einem neuen Schwinger weiter.

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