Erich Fankhauser (Teil 4): Interview zum Abschluss

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder von November 2015 bis Februar 2016. Derzeit ist Erich Fankhauser an der Reihe. Heute folgt Teil 4 zum Abschluss der Woche.
Teilverbandsfestsieger am Südwestscheizer Schwingfest: Erich Fankhauser musste einzig Matthias Glarner einen Gestellten zugestehen, alle anderen Gänge gewann er platt. (Foto: Rolf Eicher)

In der Schwingerwoche werden von November 2015 bis Februar 2016 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Christian Stucki, dem Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung 2015. In der Woche vom 23. bis 28. November ist die Serie Erich Fankhauser gewidmet.

Erich Fankhauser, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2015?
Erich Fankhauser: Dies war, verbunden mit meinen zwei Kranzfestsiegen, die beste Saison meiner gesamten Laufbahn. Man kann von einem perfekten Jahr sprechen. So ein Jahr würde ich 2016 sofort wieder nehmen.

Dabei fielen Sie praktisch die gesamte Saison 2014 aus.
Fankhauser: Im Nachhinein hat es sich ausgezahlt, dass ich mir nach meiner Knieverletzung, die ich mir im Frühjahr 2014 zuzog, genügend Zeit liess. Es war damals ein schwerer Entscheid, die Saison 2014 und damit auch den Kilchberger Schwinget abzuhaken, im Nachhinein aber der Richtige. Ich pausierte länger, als mir der Arzt vorschrieb.

Ihr erster Kranzfestsieg in Inwil, wo stufen Sie diesen ein?
Fankhauser: Für einen Luzerner Schwinger ist das eigene Kantonale etwas vom Grössten, auch weil wir vergleichsweise mit den anderen Kantonen weniger Kranzfeste besuchen können. Es ist für einen jungen Luzerner Schwinger fast die einzige Chance, sich an diesem Anlass den ersten Kranz zu erkämpfen. Das eigene Kantonalfest zu gewinnen, das ist ein Bubentraum von jedem Luzerner Schwinger. Darum geniesst dieser Sieg bei mir einen sehr hohen Stellenwert.

Einen guten Monat später doppelten Sie am Südwestschweizer gleich nach.
Fankhauser: Aufgrund anderer starker Gästeschwinger, etwa aus dem Kanton Bern, rechnete ich nicht mit dem Sieg in Genf. Mein Ziel war der Kranz. Von der Stimmung her lässt sich das Fest in Genf nicht mit einem Luzerner Kantonalen vergleichen. Trotzdem hat auch dieser Sieg eine spezielle Bedeutung. Ich durfte, nachgerückt für den verletzten Reto Nötzli, erstmals für den Innerschweizer Verband als Gast ein Teilverbandsfest besuchen und gelangte dabei zu einem überraschenden Triumph.

Wissen Sie schon, welche auswärtigen Feste Sie 2016 bestreiten?
Fankhauser: Aufgrund meiner erfolgreichen Saison erhoffe ich mir, dass ich für ein Teilverbandsfest berücksichtigt werde. Wie ich gehört habe, sind die Innerschweizer im kommenden Jahr zu Gast auf der Schwägalp und dem Weissenstein. Ein Startplatz an diesen beiden Bergfesten würde mich ebenfalls reizen.

Gibt es ein Fest, auf das Sie sich in der Saison 2016 speziell freuen?
Fankhauser: Zwei Anlässe stehen bei mir im Zentrum. Das eigene Kantonale in Escholzmatt, wo ich einerseits Titelverteidiger bin. Anderseits findet es in meiner Heimat statt, unser Schwingklub organisiert den Anlass. Als zweites natürlich das Eidgenössische Schwingfest Ende August in Estavayer. Mein Ziel ist es, möglichst an die zurückliegende Saison anzuknüpfen.

Die Schwingerwoche mit Erich Fankhauser ist abgeschlossen. Mehr zu Erich Fankhauser gibt es auch in seinem Porträt unter www.schlussgang.ch. Am Sonntag, 29. November, wird auf deFacebook-Fanpage vom SCHLUSSGANG der nächste Schwinger bekanntgegeben.

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