Joel Wicki (Teil 4): Interview zum Abschluss

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder von November 2015 bis Februar 2016. Derzeit ist Joel Wicki an der Reihe. Heute folgt Teil 3.
Der Jubel war gross nach dem Schwarzsee-Sieg von Joel Wicki. (Foto: Tobias Meyer)

In der Schwingerwoche wird von November 2015 bis Februar 2016 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Christian Stucki, dem Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung 2015. In der Woche vom 1. bis 6. Februar ist die Serie Joel Wicki gewidmet.

Joel Wicki, wie bilanzieren Sie die Saison 2015?
Joel Wicki: Natürlich bin ich sehr zufrieden mit dieser Saison. Das habe ich mir so kaum erträumt. Aber klar ist auch, dass an einzelnen Festen auch noch mehr möglich gewesen wäre. Sehr froh bin ich besonders, weil die Schulter, die ich im Herbst 2014 verletzte, standhielt und ich keine weiteren Verletzungen erlitt.

Höhepunkt war sicherlich der Schwarzsee-Schwinget. Wie haben Sie diesen Tag erlebt?
Wicki: Es war ein wenig ein Auf und Ab für mich. Zuerst der Sieg gegen Matthias Glarner, dann die schnelle Niederlage gegen Schwingerkönig Kilian Wenger. Danach glaubte ich natürlich nicht mehr an den Sieg, doch der Unentschiedenreiche fünfte Gang half mir natürlich. Danach habe ich die Chance versucht zu nutzen. Das gelang mir zum Glück. Die Emotionen und Glückwünsche darauf waren überwältigend. Ich darf sagen, dass dies einer meiner schönsten Tage im Leben war.

Die Saison 2016 steht bevor. Wie läuft das Wintertraining?
Wicki: Nachdem ich im vergangenen Jahr aufgrund der Verletzung nicht optimal im Winter trainieren konnte, habe ich das Augenmerk vor allem auf spezifische Muskelgruppen gelegt. Schwingtrainings bestreite ich bereits seit Mitte November, momentan drei bis vier Mal in der Woche. Da ich kein Fasnächtler bin, geht das auch über die narrischen Tage. Als Vorbereitung auf Estavayer haben wir zudem mit den besten Innerschweizer Schwingern eine Trainingsgruppe gebildet. Das fordert und fördert.

Das Jahr 2016 steht aber auch im Zeichen Ihres Lehrabschlusses. Was für Ziele privat und sportlich verfolgen Sie?
Wicki: Ein guter Lehrabschluss steht für mich klar im Zentrum. Nach der Lehrabschlussprüfung werde ich aber im Hinblick auf das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer deutlich forcieren, um Ende August in Topform zu sein. Zudem wünsche ich mir eine weitere verletzungsfreie Saison.

Wo sind Sie im Jahr 2016 eigentlich zu bestaunen?
Wicki: Ein erster wichtiger Termin ist sicherlich das Luzerner Kantonalfest, welches gleich auch noch von meinem Klub organisiert wird. Danach richte ich meine Termine im Schwingen auch an jenen der Lehrabschlussprüfungen. Während diesen werde ich vom Schwingsport etwas pausieren. Bekannt sind auch meine Bergfest-Einsätze (Brünig, Schwägalp und Weissenstein). Ein zusätzliches Teilverbandsfest zum Innerschweizer bestreite ich 2016 nicht.

Wie gehen Sie das Projekt Estavayer2016 an. Was sind die Ziele?
Wicki: Da ich 2013 in Burgdorf bereits acht Gänge bestreiten durfte, bin ich kein Neuling mehr. Dies wird mir in der Vorbereitung bestimmt helfen. Wie schon erwähnt werde ich nach dem Ende der Lehrabschlussprüfung eine intensive Vorbereitung starten. Wichtig ist mir aber auch die Erholung vor dem Eidgenössischen, darum werde ich nach der Schwägalp noch für ein paar Tage verreisen. Bezüglich den Zielsetzungen gehe ich von Gang zu Gang. Natürlich erhoffe ich mir den Kranz, aber dies zu erreichen, benötigt auch das gewisse Wettkampfglück.

Die Schwingerwoche mit Joel Wicki ist abgeschlossen. Mehr zu Joel Wicki gibt es auch in seinem Porträt unter www.schlussgang.ch. Am Sonntag, 7. Februar, gibt der SCHLUSSGANG auf seiner Facebook-Seite bekannt, wer in der kommenden Woche Thema der Schwingerwoche sein wird.

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