Mario Thürig (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Derzeit ist Mario Thürig an der Reihe. Heute Teil 6.
Mario Thürig nach seinem Sieg auf der Schwägalp. (Foto: Werner Schaerer)

Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar schaut www.schlussgang.ch auf die vergangenen Monate der 15 erfolgreichsten Schwinger der Saison 2014 zurück. In sechs Teilen werden Rückblicke auf Festeinsätze, Siege, Ereignisse neben dem Schwingplatz und zum Abschluss ein aktuelles Interview aufgeschaltet. Vom 24. bis 29. November ist Mario Thürig an der Reihe.

Mario Thürig, wie bilanzieren Sie die Saison 2014?
Mario Thürig: Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden, vor allem wenn ich auf die drei Kranzfestsiege blicke. Aber ich blieb wieder nicht verletzungsfrei während der ganzen Saison und das ist schon nicht nach Wunsch gelaufen.

Haben Sie die zu Saisonbeginn gesteckten Ziele erreicht?
Thürig: Aufgrund der Erfolge absolut.

Welcher Anlass bleibt Ihnen speziell in Erinnerung?
Thürig: Der Schwägalp-Schwinget. Dieser Anlass - ich war jetzt zum fünften Mal dabei - hat mir schon immer gefallen. Und jetzt habe ich ihn gewonnen, das freut mich ausserordentlich.

Erlebten Sie auch Enttäuschungen respektive wo wäre mehr möglich gewesen?
Thürig: Da muss ich wieder auf die Verletzungen zurückkommen. Ärgerlich war dies auch, weil mir der Saisonstart sehr gut gelungen ist und ich im Winter eine optimale Vorbereitung ohne Verletzungen erlebte.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf den Saisonhöhepunkt Kilchberger Schwinget zurück?
Thürig: Wenn ich an den Kilchberger Schwinget denke, dann an den Anlass 2008. Dort landete ich auf dem 5. Rang mitten in der Spitze. Den diesjährigen Anlass hingegen versuchte ich so schnell wie möglich zu vergessen.

Wie beurteilen Sie die Situation in Ihrem Teilverband?
Thürig: Im Mittelfeld gibt es noch immer ein Loch. Obwohl talentierte Schwinger wie Nick Alpiger, Michael Bächli oder Tobias Widmer nachrücken, benötigen sie sicherlich noch Zeit, um dereinst das Loch zu stopfen. Aber das ist in der Nordwestschweiz nichts neues. Aufgrund der Grösse unseres Verbandes gab es dies auch schon in früheren Jahren, dass an der Spitze wenige Schwinger dominierten.

Was war für Sie die grösste Überraschung der Saison 2014?
Thürig: Das ist eine schwere Frage. Grundsätzlich hat mich nichts wirklich überrascht. Es ist erfreulich, dass national neue Gesichter an die Spitze rücken. Dass Matthias Sempach seinen Königstitel so überlegen bestätigt hat, ist sicherlich nicht selbstverständlich, war für mich aber auch keine Überraschung.

Was macht Mario Thürig in der schwingfreien Zeit?
Thürig: Weil ich direkt nach dem Kilchberger Schwinget den Aufbau startete, gab es für einmal keine grosse Pause. Ansonsten geniesse ich sicherlich die freie Zeit an den Wochenenden, wo man auch mit den Kollegen vermehrt etwas unternehmen kann.

Welche Ziele haben Sie sich für die Saison 2015 gesetzt?
Thürig: Zuerst möchte ich in den nächsten Tagen mit dem Schwingtraining wieder beginnen. Bisher ist der Verlauf des Aufbaus so gut, dass ich nicht operieren muss. Ich möchte nun Schritt für Schritt gehen, damit ich im Frühling wieder bereit bin.

An welchen Anlässen (Berg-/Teilverbandsfesten) wird man Mario Thürig 2015 sehen?
Thürig: Die Einteilung ist noch nicht erfolgt. Den Schwägalp-Sieg werde ich nicht verteidigen können, da wir Nordwestschweizer an anderen Bergfesten im Einsatz stehen. Ein Einsatz am Innerschweizerischen Schwingfest, wo ich 2014 verletzungsbedingt absagen musste, würde mich reizen.

Was ist für Sie im Nicht-Eidgenössischen Jahr 2015 der Höhepunkt?
Thürig: Da ein eidgenössischer Anlass fehlt, werden die Teilverbands- und Bergfeste ins Zentrum rücken. Wenn ich meine genaue Agenda kenne, gibt es dann sicherlich den einen oder anderen Höhepunkt. Aber wie schon gesagt, im Zentrum steht für mich eine verletzungsfreie Vorbereitung.

Die Schwingerwoche mit Mario Thürig ist abgeschlossen. Am Montag, 1. Dezember, geht die Schwingerwoche mit einem neuen Schwinger weiter.

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