Matthias Glarner (Teil 1): Geerbt am Seeländer

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Derzeit ist Matthias Glarner an der Reihe. Heute Teil 1.
Matthias Glarner erbte am Seeländischen den Tagessieg. (Foto: Rolf Eicher)

Über die Wintermonate November, Dezember, Januar und Februar schaut www.schlussgang.ch auf die vergangenen Monate der 15 erfolgreichsten Schwinger der Saison 2014 zurück. In sechs Teilen werden Rückblicke auf Festeinsätze, Siege, Ereignisse neben dem Schwingplatz und zum Abschluss ein aktuelles Interview aufgeschaltet. Vom 1. bis 5. Dezember ist Matthias Glarner an der Reihe.

Geerbter Sieg für Matthias Glarner
Der Berner Oberländer Matthias Glarner hat zum achten Mal in seiner Laufbahn ein Kranzfest gewonnen. Der 29-jährige Sennenschwinger profitierte dabei vom gestellten Schlussgang der Giganten Christian Stucki und Kilian Wenger. Zudem wurde Stucki im mässigen Schlussgang die Note 9,00 verweigert, wodurch Glarner gar alleiniger Festsieger wurde. Glarner verdiente sich den Tagessieg mit einer tadellosen Leistung. Fünf Siege und der Gestellte gegen Schwingerkönig Matthias Sempach sind ein gutes Zeugnis. Den letzten Gang gewann er schliesslich gegen den zähen Beat Salzmann.

Stucki und Wenger zu passiv
Der Sieger vom Kilchbeger Schwinget 2008, Christian Stucki, hat seinen ersten Kranzfestsieg der laufenden Saison also verpasst, dabei war er wiederum lange Zeit der beste Schwinger auf dem Platz. Im Schlussgang gegen Kilian Wenger bot er aber zu wenig, um sich die Note 9,00 und damit den Rang 1a sowie seinen 27. Kranzfestsieg zu sichern.

Schwingerkönig Kilian Wenger gewann insgesamt wie Stucki vor dem Schlussgang vier Gänge und stellte einmal. Wegweisend für die Schlussgangqualifikation war der Sieg zum Auftakt gegen den defensiven Mittelländer Eidgenossen Hansruedi Lauper. Der Gestellte gegen Florian Gnägi wirkte sich nicht negativ aus, weil Wenger in den übrigen Paarungen gute Noten für seine Siege erhielt.

Matthias Sempach mit Spitzenplatz
Schwingerkönig Matthias Sempach lag lange Zeit in aussichtsreifer Lage im Kampf um den Schlussgang. Im Duell gegen Matthias Glarner im vierten Gang kam er allerdings nicht über einen Gestellten hinaus. Weil zusätzlich die Maximalnoten bei seinen Siegen fehlten, blieb er im Kampf um den Schlussgang aussen vor. Mit vier Siegen und zwei Unentscheiden realisierte der Schwingerkönig vom Eidgenössischen Schwingfest 2013 in Burgdorf aber einen weiteren Spitzenplatz.

Die Schwingerwoche mit Matthias Glarner, wird am Dienstag, 2. Dezember, mit Teil 2, fortgesetzt. Mehr zu Matthias Glarner in seinem Porträt auf schlussgang.ch.

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