Matthias Sempach (Teil 6): Interview

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Zum Abschluss ist Matthias Sempach an der Reihe. Heute Teil 6.
Schwingerkönig Matthias Sempach zeigte eine starke Saison 2014. Fünf Kranzfestsiege und der Triumph am Kilchberger Schwinget waren seine Ausbeute. (Bild: Rolf Eicher).

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. In der Woche vom 23. bis 28. Februar ist die Serie Matthias Sempach gewidmet. Zum Schluss der Serie, Teil 6, ein Interview mit dem Schwingerkönig.

Matthias Sempach, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2014?
Sempach: Ich bin mit der Saison sehr zufrieden, obwohl immer noch mehr möglich ist. Mir gelang es im Jahr eins nach dem Gewinn des Schwingerkönigtitels fünf Kranzfeste zu gewinnen. Dazu kommt der prestigeträchtige Sieg am Kilchberger Schwinget.

Also eine optimale Saison?
Sempach: Ich habe die Saison 2014 erst Mitte Dezember 2013 mit dem Wintertraining gestartet und wies so einen Trainingsrückstand auf. Daher hätte ich mir eine solche Dominanz nicht vorstellen können. Zumal es im Kanton Bern stets eine schwierige Aufgabe ist, ein Fest zu gewinnen. 

Besonders beeindruckend war Ihr Auftritt am Emmentalischen Schwingfest in Schüpbach?
Sempach: Das Emmentalische Schwingfest war auch für mich ein besonderes Schwingfest. Ich musste vier Eidgenossen bezwingen, um das Fest zu gewinnen. So etwas erlebt man sicherlich nicht jeden Tag.

Was ebenfalls auffällt, dass Sie oft in den letzten Sekunden des Ganges noch eine Entscheidung vollbringen konnten?
Sempach: Dies hat sicher mit dem Willen zu tun, den Gang gewinnen zu wollen. Zusätzlich sind sicherlich auch meine guten körperlichen Voraussetzungen in punkto Kondition ein Vorteil.

Mit welchen Gefühlen blicken sie auf den Saisonhöhepunkt, den Kilchberger Schwinget, zurück?
Sempach: Nachdem ich 2008 knapp am Sieg vorbeischrammte bedeutet es mir sehr viel, dass ich das Fest im zweiten Anlauf gewinnen konnte. In der Woche vor dem Fest sah es wenig vielversprechend aus. Eine Erkältung macht mir zu Schaffen. Doch am Festtag ist alles aufgegangen, ein super Gefühl.

Die vielen Berner Direktduelle am Kilchberger gaben zu Diskussionen Anlass?
Sempach: Dass es an einem Fest, bei dem es nicht um Kränze geht, zu so vielen Direktduellen unter den Bernern gekommen ist, war auch für mich schwer nachvollziehbar.

Kann man den Schwingerkönigstitel und den Kilchberger Triumph vergleichen?
Sempach: Ich persönlich habe das Gefühl, dass es schwieriger ist Schwingerkönig zu werden. Man muss über zwei Tage jederzeit zur Topleistung fähig sein. Einfach war es aber auch am Kilchberger nicht.

Was machte Matthias Sempach in der schwingfreien Zeit über den Winter?
Sempach: Bekanntlich war Freundin Heidi im Herbst hochschwanger. Ich widmete mich hautsächlich ihr und verbrachte die meiste Zeit Zuhause. Im weiteren konnte ich die vielen Termine so steuern, dass auch ich zu einer Pause kam. Der Medienrummel war auch nicht mehr ganz so gross wie nach Burgdorf.

Was für Ziele hat sich Matthias Sempach für 2015 gesetzt?
Sempach: Sohn Henry steht nun etwas vermehrt im Zentrum. Trotzdem werde ich mich so vorbereiten, dass ich 2015 eine gute Saison erleben kann. Der Saisonauftakt ist mir mit dem Sieg am Hallenschwinget Kirchberg geglückt.

Steht Ihre Agenda bereits?
Sempach: Die Agenda habe ich kürzlich veröffentlicht. Mein erstes Kranzfest bestreite ich Ende April am Freiburger. Dazu kommen vier Gauverbandsfeste, die Bergfeste Brünig, Weissenstein und Schwägalp, das Berner Kantonale sowie das Innerschweizerische. Gerne hätte ich auch einmal am Baselstädtischen teilgenommen, doch sind die Berner in diesem Jahr nicht startberechtigt.

Was steht in einem Nichteidgenössischen Jahr im Mittelpunkt?
Sempach: Wir Berner sind in diesem Jahr auf der Schwägalp zu Gast. Der Anlass am Fusse des Säntis wird sicherlich ein Höhepunkt. Die drei Bergfeste, das eigene Teilverbandsfest aber auch auf das Innerschweizerische Verbandsfest im Urnerland stehen sicherlich im Fokus. Aber auch das eigene Gauverbandsfest in Seeberg-Grasswil steht in meiner Agenda ganz oben.

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