Matthias Sempach (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2013 bis Februar 2014 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Der Abschluss der Serie ist Matthias Sempach gewidmet. Heute Teil 6
Einer der schönsten Momente der Schwingersaison 2013 für Matthias Sempach: der Empfang in seiner Heimatgemeinde Alchenstorf.

Matthias Sempach lassen wir die Saison 2013 nochmals kurz Revue passieren?
Matthias Sempach: Ich blicke mit grosser Freude auf das Jahr 2013 zurück. Ich hatte eine konstante Saison und am Schluss ist alles ist aufgegangen. Der absolute Höhepunkt bildete der Gewinn des Schwingerkönigstitels am 1. September in der Emmental-Arena in Burgdorf.

Was bleibt Ihnen in spezieller Erinnerung vom Eidgenössischen?
Sempach: Es gab sehr viele schöne Momente. Das Wetter, der Einlauf ins Stadion am Samstagmorgen, der Schlussgang gegen meinen Berner Weggefährten Christian Stucki oder die Rangverkündigung am Sonntag zum Abschluss. Es gab viele emotionale Momente. Auch der Empfang am Montagabend zuhause in Alchenstorf war etwas vom schönsten, und wird mir immer in bester Erinnerung bleiben.

Wann realisiert man all diese Ereignisse, die um einem herum Geschehen?
Sempach: Das war ein Prozess, der seine Zeit brauchte. Ich versuchte möglichst lange, in diesem "Traum" zu bleiben und alles zu geniessen. Heute erfüllt es mich aber einfach mit Stolz. Es ist der Lohn für das tägliche Training und der Beweis, dass sich die Bemühungen gelohnt haben. Anfangs Dezember war ich bereit, mich neu zu motivieren und ich habe mir im Wintertraining neue Ziele gesteckt.

Gab es nebst dem Eidgenössischen sonst noch einen Wettkampf, der bei Ihnen einen speziellen Wert einnimmt?
Sempach: Jeder Anlass ist für mich wichtig. Der Sieg auf dem Brünig einen Monat vor dem Eidgenössischen hat mir aber die Sicherheit gegeben, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde und war ebenfalls ein sehr schöner Moment der Saison 2013.

Nach ihrem Königstitel kamen viele Termine auf Sie zu. Wie meisterten Sie diesen enormen Aufwand?
Sempach: Ich habe stets meines bestes versucht, um möglichst allen Wünschen gerecht zu werden. Selbstverständlich musste ich lernen, Prioritäten zu setzten und auch Anfragen absagen. Dank meinem gut eingespielten Umfeld, dass mir den Rücken stärkt, konnte ich diese anspruchsvolle aber unvergesslich schöne Zeit gut meistern.

Kürzlich waren sie an der Olympiade in Sotschi? Welche Eindrücke haben sie aus Russland mitgenommen?
Sempach: Eine sehr eindrückliche Veranstaltung. Ich besuchte Eishockeyspiele, Langlauf- und alpine Rennen. Ich erfreute mich an den Erfolge unserer Schweizer Sportler.

Welches ist der nächster Anlass im Sägemehl, an dem Sie teilnehmen?
Sempach: Mein nächster Einsatz ist voraussichtlich am 13. April am Hallenschwinget in Thörigen geplant. Die Planung der neuen Saison werde ich in den nächsten Wochen bekanntgeben. Ich freue mich, dass es bald wieder los geht mit der Wettkampfsaison.   

Mit dem Interview mit Schwingerkönig Matthias Sempach geht die Serie der Schwingerwoche zu Ende.

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