Philipp Laimbacher (Teil 6): Interview

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. Derzeit ist Philipp Laimbacher an der Reihe. Heute Teil 6.
Nach Startschwierigkeiten steigerte sich Philipp Laimbacher in der zweiten Saisonhälfte. Beim Saisonhöhepunkt reichte es gar zur Schlussgangteilnahme. (Bild: Werner Schaerer).

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2014 bis Februar 2015 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Schwingerkönig und Kilchberger Sieger Matthias Sempach. In der Woche vom 16. bis 21. Februar ist die Serie Philipp Laimbacher gewidmet. Zum Schluss der Serie, Teil 6, ein Interview mit dem Schwyzer.

Philipp Laimbacher, wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2014?
Laimbacher: Zu Beginn lief es harzig. Wegen kleineren Blessuren musste ich im Training kürzer treten, dies machte sich bemerkbar. In der zweiten Saisonhälfte lief es besser. Dies hauptsächlich deshalb, weil ich im Schwingkeller von guten Trainings profitierte und so meinen Rückstand wettmachen konnte.

Haben Sie die zu Saisonbeginn gesteckten Ziele erreicht?
Laimbacher: Mein Ziel war es, ein Kranzfest zu gewinnen. Dies habe ich verpasst, wenn auch am Zuger Kantonalen und am Innerschweizerischen Teilverbandsfest mit Rang zwei nur ganz knapp. Ein Ziel von mir war auch der Kilchberger Schwinget. Mit der Schlussgangteilnahme habe ich in Zürich mein Ziel mehr als erreicht.

Welcher Anlass bleibt Ihnen in speziell guter Erinnerung?
Laimbacher: Natürlich der Kilchberger Schwinget. Am Anlass sind nur die besten 60 Athleten startberechtigt und er findet nur alle sechs Jahre statt. Ich erwischte einen Supertag. Dieser Anlass wird mir für immer in spezieller Erinnerung blieben.

Mit entsprechend erfreulichen Gefühlen blicken sie demnach  auf den Saisonhöhepunkt zurück?
Laimbacher: Dies war mein bester Wettkampf der vergangenen Saison. Bereits beim Aufstehen spürte ich, dass ich parat bin. Der erste Gang gegen Christoph Bieri war ein wegweisendes Duell. Ich schwang auf Risiko, die bezahlte sich aus. So bekam ich zusätzliche Sicherheit. Es war ein harter, guter Wettkampf auf den ich mich gezielt vorbereitete.

Der dritte Gang gegen Matthias Sempach gab zu vielen Diskussionen Anlass?
Laimbacher: Ich stand mit zwei Siegen zu Buche, Matthias Sempach handelte sich im Anschwingen gegen Andreas Ulrich einen gestellten ein. Mir bot sich die Möglichkeit den Schwingerkönig schon vor der Mittagspause entscheiden zurück zu binden. Dazu fehlten mir 15 Sekunden. Natürlich spekuliert man je länger der Gang dauert mit einer Überraschung, doch am Ende hat sich die Klasse des Berners durchgesetzt. Sempach hat in der vergangenen Saison mehrere Duelle in der letzten Minute des Ganges gewonnen. Dies zeichnet ihn aus.   

Wie beurteilen Sie die Situation in Ihrem Teilverband?
Laimbacher: Ich habe auch dank dem Innerschweizer Team den Schlussgang am Kilchberger Schwinget erreicht. Die Zusammenzüge formten uns zu einer verschworenen Truppe. Während die Berner unter dem Druck des grossen Favoriten antraten, hatten wir den Vorteil, dass wir nicht zu verlieren hatten. Mit Joel Wicki und Pirmin Reichmuth haben sich im vergangenen Jahr zwei Talente nach vorne gekämpft. Das ist erfreulich für unseren Verband und den Schwingsport allgemein.

Was machte Philipp Laimbacher in der schwingfreien Zeit über den Winter?
Laimbacher: Im Oktober verreiste ich mit meinen Brüdern und weiteren Kollegen für eine Woche nach Las Vegas. Dabei haben wir den Saisonabschluss vom Kilchberger Schwinget gefeiert. Allgemein steckte ich im September und Oktober mit dem Training zurück. Ich gönnte meinem Körper Erholung. Seit dem November habe ich die Vorbereitung auf die Saison 2015 in Angriff genommen.

An welchen Anlässen wird man Philipp Laimbacher 2015 sehen?
Laimbacher: Meine Agenda umfasst das Schwyzer und Zuger Kantonalfest. Ferner werde ich an den Bergfesten Brünig, Rigi und Stoos teilnehmen. Nebst dem Innerschweizerischen Teilverbandsfest in Seedorf darf ich als Gast am Nordwestschweizerischen teilnehmen. Auf den Auftritt in Jonen freue ich mich besonders.

Was ist für Sie im Nicht-Eidgenössischen Jahr 2015 der Saisonhöhepunkt?
Laimbacher: Der Stoos-Schwinget, den unser Schwingklub durchführt, ist jedes Jahr etwas spezielles für alle Mitglieder vom Schwingerverband am Mythen. Auch der Brünig-Schwinget hat seine ganz besonderen Eigenheiten. Ich freue mich grundsätzlich jedes Mal, wenn ich an einem Wettkampf an den Start gehe.

Vorher steht mit dem Laimbacher Benefiz-Skirennen im Hochibrig noch ein ganz anderer Wettkampf im Mittelpunkt?
Laimbacher: Richtig: Die Vorbereitungen auf den Anlass vom 28. Februar sind mehrheitlich abgeschlossen. Hinter dem Anlass steckt viel Arbeit und wir können auf die Mithilfe zahlreicher Kameraden zählen, die im Frondienst für das Skirennen schaffen. Dass sich so viele Spitzenschwinger für den Anlass angemeldet haben ist uns eine grosse Ehre. Nun hoffen wir, dass wir für die wohltätige Institution möglichst viel Geld sammeln können.

Die Schwingerwoche mit Philipp Laimbacher ist abgeschlossen. Sie wird am Montag, 23. Februar, mit einem neuen Schwinger fortgesetzt.

 

 

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